Einleitung
Die richtige Radgröße zu kennen, ist entscheidend, wenn Rollstuhlräder ersetzt oder aufgerüstet werden. Eine genaue Messung sorgt für Kompatibilität, Sicherheit und Komfort. In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Rollstuhlrad schnell und präzise messen.
1. Rad entfernen (optional)
Für die genaueste Messung des Rollstuhlrads entfernen Sie das Rad vor Beginn vom Rollstuhl. Wenn das Hinterrad abgenommen ist, lassen sich Durchmesser, Reifenbreite und Nabenbreite leichter und fehlerfrei prüfen.
Blockieren Sie die Bremsen und kippen Sie den Rollstuhl bei Bedarf leicht auf eine weiche Unterlage. Wenn Ihr Rollstuhl eine Steckachse hat, drücken Sie den Knopf und ziehen Sie das Rad heraus. Bei verschraubten Achsen lösen Sie die Achsmutter oder Schraube und nehmen das Rad vorsichtig ab. Bewahren Sie alle Distanzscheiben oder Unterlegscheiben zusammen auf, da sie die Messung der Nabenbreite beeinflussen.
Legen Sie das Rad flach auf einen Tisch – nun ist es bereit zum Messen.
Tipp: Wenn Kippschutzrollen oder Seitenschutzteile im Weg sind, entfernen Sie diese zuerst für einen einfacheren Ablauf.
2. Raddurchmesser messen
Verwenden Sie ein Maßband, um den Durchmesser Ihres Rollstuhlrads zu messen. Legen Sie das Maßband durch die Mitte des Rads, von einer Außenkante gerade zur gegenüberliegenden Außenkante. So erhalten Sie die tatsächliche Radgröße, die beim Bestellen von Ersatzrädern verwendet wird.
Der häufigste Durchmesser bei Rollstuhlrädern beträgt 24 Zoll, es gibt aber auch Größen wie 20"", 22"" oder 26"". Wenn Sie mit metrischen Angaben arbeiten, achten Sie auf Markierungen wie 540 mm oder 559 mm, die standardisierten Rollstuhl-Felgengrößen entsprechen.
Tipp: Messen Sie für gleichbleibende Ergebnisse immer von der Außenkante des Reifens bis zur gegenüberliegenden Außenkante. Wenn der Reifen abgenutzt ist oder fehlt, messen Sie die Felge selbst.
3. Reifenbreite messen (optional)
Wenn Sie den Reifen ersetzen oder aufrüsten möchten, messen Sie seine Breite (auch Reifenstärke genannt). Legen Sie das Maßband quer über die Lauffläche von einer Seite zur anderen.
Gängige Reifenbreiten für Rollstühle sind 1 Zoll (25 mm), 1 3/8 Zoll (32 mm) oder 1 3/4 Zoll (44 mm). Schmale Reifen sind leichter und rollen schneller, während breitere Reifen mehr Stabilität und Komfort auf unebenem Untergrund bieten.
Tipp: Messen Sie den Reifen immer, wenn er korrekt aufgepumpt ist, da zu geringer Luftdruck die Breite kleiner erscheinen lassen kann.
4. Nabenbreite messen
Die Nabenbreite ist der Abstand zwischen den Innenseiten der Nabe, an denen das Rad am Rahmen sitzt. Diese Messung ist beim Ersetzen eines Rollstuhlrads entscheidend, da schon eine kleine Abweichung verhindern kann, dass das Rad sicher passt.
Legen Sie das Rad zum Messen flach hin und messen Sie den Abstand zwischen den beiden inneren Nabenflächen. Gängige Nabenbreiten sind 2 Zoll (50 mm) oder 2,5 Zoll (65 mm), können jedoch je nach Rollstuhltyp und Hersteller variieren.
Tipp: Notieren Sie sich alle Unterlegscheiben oder Distanzscheiben, die mit dem Rad entfernt wurden, da sie die genaue Nabenbreite beeinflussen können, die für die Montage benötigt wird.
5. Seitenwand-Markierungen lesen
Die meisten Rollstuhlreifen haben die Größe bereits auf der Seitenwand aufgedruckt. Dies ist der schnellste Weg, um Durchmesser und Reifenbreite ohne Messen zu bestätigen. Achten Sie auf Markierungen wie:
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24 × 1 (Durchmesser in Zoll × Reifenbreite in Zoll)
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24 × 1 3/8 (etwas breitere Reifenoption)
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540 × 25 (metrische Größe: Felgendurchmesser × Reifenbreite in Millimetern)
Diese Markierungen folgen entweder dem Zollsystem oder dem ISO/ETRTO-Standard. Zum Beispiel entspricht ein 24 × 1 Reifen in der Regel ISO 540 × 25.
Tipp: Wenn die Zahlen auf dem Reifen nicht mit Ihren manuellen Messungen übereinstimmen, vertrauen Sie immer den aufgedruckten Herstellerangaben — sie sind die Standardreferenz für Ersatzteile.


